Achtung, Spoiler!

Liebe Lesenden,

klären wir das mal: Wie wollt ihr angesprochen werden? Schreibt mir einfach, welche Variante, die ich bis jetzt genutzt habe, Euch am besten entspricht oder anspricht.

Was nun kommt, das ist quasi der total Spoileralarm, aber klärt euch auch auf, wie die ersten Ideen geformt wurden.

  1. Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass SF und Fantasy nicht nur in Amerika beheimatet sein sollten. Nein, ich gehe davon aus, dass man am Besten über das schreib, was in der persönlichen Nähe liegt. Am Besten man nutzt Locations, die man kennt. Die sich normal anfühlen, und erst in ihrer Verfremdung dann eine Wirkung entfalten, die realistisch erscheint. Also, ich denke, Fantasy ist hier in Heidelberg fantastisch angesiedelt. Aber ich schreibe ja gar keinen Fantasy. Also weiter.
  2. Was ist ein Werwolf? Ein Mutant, ein Mensch mit einer übernatürlichen Behaarung, einer Krankheit oder ist es ein Tier, das erstaunlicherweise auf zwei Beinen läuft, obwohl es vier Beine nutzen sollte? ist ein Werwolf frei, leidend, intelligent, möglich, realistisch oder gar durch Medikamenteneinfluss zu erzeugen? Ist ein Werwolf ausgestossen, liebenswert, eine sexuelle Variante in einem animalischen Horrorgeschehen? Funktioniert Horror am Besten, wenn der Bestrafungscharakter vordringlich ist?
  3. Wenn etwas unglaubliches heute passieren muss, wie lange muss dieses vorbereitet werden? Wenn man lange genug sucht, wird man feststellen, dass die Möglichkeiten sich einen bemannten Raumflug vor zustellen, schon jahrhundertealt ist. Man wird überall Spuren entdecken, die darauf hindeuten, dass Menschen davon geträumt hat. Die Fäden, die sich daraus spinnen lassen, laufen bis in die Heimatstadt. Wer sich mit Verschwörungstheorien auskennt, der weiß, dass eine Beweisführung nicht immer ein offenes Ergebnis braucht. Es geht auch anders: Ich habe ein Ergebnis und brauche den Beweis dafür. Das mag wissenschaftlich nicht korrekt sein – ein Thriller lässt sich allemal daraus bauen.
  4. Nehmen wir also an: Es gab sehr frühzeitig Pläne, Geldgeber und einen Zirkel Menschen, der daran glaubte, dass Nationalstaaten mit dem zweiten Weltkrieg hätten ausgerottet gehört. Und diese Menschen arbeiteten an die einzige wahre Macht, die diese Welt scheinbar zusammenhält: An Geld. Sie investieren dieses Geld in die Pläne der frühen Raketenforscher, die ihre Unterlagen während der beiden Weltkriege in tiefe Bunker unter den Bergen des Odenwaldes versteckt hatten. Wir erinnern uns: Die alten Villen, die am Neckarufer gegenüber vom Heidelberger Schloss liegen, haben in alte Gemäuer gefasste Eingänge, mittlerweile Tiefgaragen, gleichzeitig finden sich Brunnen, Quellen und versperrte Tore der Wasserwirtschaft in den Bergen am Rande des Odenwaldes, so dass der Eindruck eines ausgeprägten Höhlensystems entsteht, dass sich hier ,gegenüber der Heidelberger Altstadt, befindet. Die Alliierten hatten dieses Kleinod am Neckar weitgehend verschont und im Nachhinein zu einem ihrer Stützpunkte gemacht. Möchte man also eine Legend nähren, so gebe es, auch angesichts der vielen Burgen, die das Flusstal säumen, Stoff genug, der es erlaubt, hier Schätze, Geheimlabore, Raketenbasen und verrückte Wissenschaftler anzusiedeln. Geheimagenten, Illuminaten und ähnliche Konstrukte. Nichts davon ist wahr, aber eine Beweisführung liesse sich relativ einfach basteln.

Ich verbrachte einige Tage mit einem Blatt Papier, Wikipedia, Kreisen und einem groben Mindmapping, bis ich ein Setting zusammen hatte, dass es mir erlaubte Raumschiffe im frühen und späten Nebel des Tales zu starten.

Ganz so einfach machte ich es dann doch nicht, aber wartet einfach ab.

Liebe Grüße

Andreas

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