Willkommen

, ich freue mich, dass Du hierher gefunden hast. Ich verwende das Du, obwohl ich Dich nicht kenne. Ich weiß nicht, wer Du bist. Und ob Du mehr lesen wirst als diese einleitenden Worte.

Trotzdem bist Du eingeladen alles, was Du hier findest, zu kommentieren, zu betrachten, zu bewerten oder zu verlinken. Du darfst Teile kopieren, aber bitte nicht alles, was Du hier findest. Einzige Bedingung: Erwähne wo du es gefunden hast und setze einen Link zu dieser Seite.

Der Aufbruch ist ein sogenannter Online-Roman (Du kommst direkt zum Online-Roman, über diesen Link: https://aufbruch.notsourban.com/der-aufbruch). Online-Romane gibt es in verschiedenen Ausprägungen und Gestaltungsweisen. Sie können statisch fortgesetzt werden oder einen Einblick in eine Werkstatt gewähren.

Als Leser wünsche ich mir einen Roman, der einem Konzept folgt, fehlerfrei ist und mir ermöglicht der Handlung entspannt zu folgen. Ein reines, sauberes Fortsetzungsprojekt, das mir quasi jede Woche ein sauberes, korrigiertes Format bietet, ist daher für mich als Leser wünschenswert.

Als Autor, der vielleicht nie veröffentlicht wird, der unstet schreibt, sich nicht um Konzepte schert und beständig überarbeitet, kann ich Dir das nicht bieten. Ich kann Dir jedoch einen Einblick gewähren. Ich kann zeigen, wie ich arbeite, warum ich so schreibe, wie ich schreibe. Ich kann mich auf Diskussionen einlassen, Fäden aufnehmen, neu verfolgen und mich eventuell einem Druck beugen, der mich zwingt Disziplin und Kontinuität beizubehalten.

Der Aufbruch ist in seiner aktuellen Form ein Science-Fiction-Roman. Er spielt in unserer heutigen Welt, greift aber Elemente aus verschiedenen Literaturgattungen auf. Ich möchte mich nicht in Genrebeschreibungen verheddern und will mich auch nicht darum kümmern, wo man diese Geschichte dann einordnet, aber ich glaube, der Oberbegriff Science Fiction passt relativ gut.

Zu Beginn war es nur eine vage Idee, ob und wie es möglich wäre, eine spektakuläre Geschichte in der Historie von Heidelberg einzubetten. Die Ausarbeitung der Idee, ihrer Handlungsstränge, das ganze Setting machte soviel Spaß und lies mich so manches vergessen, dass dahinter schließlich das eigentliche Projekt, die Geschichte, verschwand. Du kennst das vielleicht. Diese Freude eine Burg zu bauen, eine Zugbrücke hier hinzuzufügen, einen Brunnen dort oder einen Ritter herein reiten zu lassen. Alles sieht gut aus. Aber eine Geschichte ist es nicht. Ich hatte mich in ein lebloses Bild verliebt, von dem ich begeistert erzählen konnte, doch es war weder spannend, noch interessant.

Das Projekt führt zu einem Berg Seiten, aber die Enden waren lose, die Dramatik kam nicht in Bewegung, die Spannung war nicht da. Was sich ereignen konnte, das mochte sich ereignen, aber wen sollte es interessieren? Ich ließ es, wie schon so viele Male zuvor, liegen und begann zu einem neuen Thema zu recherchieren.

Ich bin kein Fantasy-Autor. Ich finde Geschichten mit fantastischen Elementen dann am Besten, wenn der Realitätsbezug am Höchsten ist. Eine Welt, in der magische Wesen magische Probleme mit magischen Ritualen lösen mag in ihrem phantastischen Reichtum eine Schönheit entfalten, aber ich war immer dann bereit den Schreibenden zu folgen, wenn sie etwas außergewöhnliches im Gewöhnlichen fanden.

Verschiedene Überlegungen führten nun zu dieser Seite:

  1. Liegen Märchenfiguren vielleicht tatsächliche Lebewesen zugrunde, die falsch interpretiert wurden?
  2. Haben Berge in manchen deutschen Gegenden nicht erstaunlich viele Türen und Eingänge? Oft verbirgt sich dahinter nichts Wildes, manchmal führen sie zu Quellen, manchmal zu ehemaligen Stollen, manchmal sind es alte Brunnen und hin und wieder alte Schutzräume, trotzdem ist ihre Anzahl verwirrend hoch, und viele sind nicht auf Karten und Pläne zu finden. Aber wer hat ihre Schlüssel?
  3. Angenommen wir hätten uns nicht mit zwei Weltkriegen versucht gegenseitig zu vernichten und zu behindern, wo wären wir heute? Angenommen, all das, was wir an Entwicklungen und Wissen, das wir über Jahrhunderte vernichtet haben, wäre gar nicht vernichtet, sondern immer weiter entwickelt worden?Nur, wir wissen nichts davon…

Wie gesagt, dieses Projekt befindet sich in einem Prozess. Es lohnt sich durchaus nochmal rein zusehen, aber wundere Dich nicht, wenn die Seiten, dieser Text, alle Texte sich wandeln, die Erzählung sich ganz anders entwickelt und Du glaubst, den Faden verloren zu haben. Vielleicht geht es mir genauso, vielleicht über arbeite ich alles täglich. Vielleicht nur alle halbe Jahre. Vielleicht höre ich auf Dich. Vielleicht hast Du die besseren Ideen.

Ich freue mich, dass Du hier warst, und wünsche mir, dass Du irgendwann neugierig wieder kommst.

Liebe Grüße

Andreas